Archiv - Clubzeitung der Berliner Wasserratten

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4 Dezember 2000

Kurz vor Halloween (z.Z. in aller Munde)

622 Teilnehmer in den Einzelstarts, 50 Teilnehmer der Staffelwettbewerbe, insgesamt 1228000 geschwommene Meter, 17,2 KM längste Strecke weiblich und 12,5 KM längste Strecke männlich und die Jüngsten aus den Jahrgängen 1997 sowie die Ältesten aus den Jahrgängen 1917 bzw. 1913. So liest sich die makellose Bilanz des diesjährigen 24-h-Schwimmens im Para-Bad am 28./29.10.

Musik, gute Laune und ausgelassenen Stimmung bestimmten das Bild der Mammutveranstaltung. Ganze Familienclans fanden sich am Beckenrand ein, um die eine oder andere Stunde oder gar die ganze Zeit in der Halle zu verbleiben. Großzügige und zahlreiche Tombolaspenden ermöglichten uns auch in diesem Jahr wieder eine reichhaltige Tombola, die etliche Gewinner mit einem riesigen Lächeln aus dem Bad entließ. Natürlich haben wir auch in diesem Jahr wieder auf Eure Unterstützung und Euren Einsatz zählen müssen und haben diese wie in den vergangenen Jahren auch wieder erhalten. In den Nachtstunden hat sich in diesem Jahr jedoch erstmals ein gewisser Aderlaß spürbar gemacht, so daß die Personaldecke sehr eng war. Verstärkt wurde dieser Engpaß durch das Durchhaltevermögen der Aktiven, die uns im Verlaufe des Samstags im wahrsten Sinne des Wortes die Bude oder viel mehr das Bad einrannten. Dieser Engpaß konnte jedoch auch mit Hilfe unserer bewährten Einsatzkräfte vom SC Wedding ausgeglichen werden, die uns wie in den Vorjahren auch diesmal wieder zur Verfügung standen.
Bis in die Nachtstunden hinein zählten wir rund 80 Besucher mehr als im Vorjahr und diesen Vorsprung konnten wir trotz Ferienbeginn und schönen Wetter am Sonntag bis zum Schluß der Veranstaltung retten, so daß eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden konnte. Ärgerlich bei den Vorbereitungen war eigentlich nur, daß etliche Personen als potentielle Helfer angesprochen wurden, die sich dann entweder trotz Zusage nicht zurück meldeten oder die sogar zugesagt hatten und dann ohne Absage nicht erschienen sind. Diejenigen, die aus plötzlichen und unvorhergesehenen Umständen nicht teilnehmen konnten sind hierbei sicher nicht die Kritisierten, aber es gibt eben leider auch die anderen, auf die man gezählt hat und dann...
Doch auch in diesem Jahr sind dies wieder nur unangenehme Begleiterscheinungen, die dem positiven Gesamtbild nur leichte Kratzer verpassen. Sportlich gesehen sicherten sich die Wasserratten wieder Ihre Erfolge. So gewann die Staffel der Wasra den ausgeschwommenen Pokal, trotz der unchristlichen Startzeit von 6.30 Uhr, was deutliche Spuren in den Gesichtern der Gladiatoren hinterließ. Dennoch fand ich es sehr gut und wichtig, daß unser Verein mit einer eigenen Staffel präsent war und die diese dann auch noch gewann. Der Sinn war von einigen in Anbetracht der Uhrzeit sicher nicht ganz nachvollziehbar, aber ich hoffe, daß auch beim nächsten Mal wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenkommt.
Erfreulicherweise konnte auch der Pokal für die längste Strecke weiblich von einer Wasserratte errungen werden. Hierzu mußte sich Alexandra Fischer immerhin 17200m durch das Wasser quälen, aber wie wir ja gesehen haben immerhin sehr erfolgreich. Damit dürfte der oft entstehende Eindruck, daß Triathleten nicht schwimmen können, in den Schubfächern verstaut werden, denn Alex gehört dieser Gruppe unseres Vereins an und 17,2 KM sind nun nicht gerade ein Pappenstiel.
Sehr gut angekommen ist die Bastel-Aktion Kinder malen für Kinder, die wir in diesem Jahr zum ersten Mal in dieser Form durchgeführt haben. Das Ergebnis der Malaktion konnte sich sehen lassen und wurde zum Ende der Veranstaltung zugunsten des Fördervereins der Ringelnatz Grundschule e.V. versteigert. Der Erlös konnte einer anwesenden Vertreterin des Fördervereins übergeben werden, so daß wieder einmal Spaß und Nutzen erfolgreich miteinander verbunden werden konnten. Gute Idee, vielen Dank dafür und ich bin sicher, daß ich dieses auch im Namen des Fördervereins aussprechen kann.
Gute Presse erhielten wir in diesem Jahr wieder sowohl vor, während und auch nach der Veranstaltung, so daß man also rundum von einem erfolgreichen Event sprechen oder sich dieser eingeholten Meinung zumindest sorglos anschließen kann.
Die Aufräumarbeiten sind inzwischen auch erledigt und es heißt wieder etwas entspannen bzw. erst einmal andere Dinge erledigen, die in der vergangenen Zeit vielleicht etwas zu kurz gekommen sind. Danach heißt es dann wieder darüber Gedanken machen was im nächsten Jahr kommt, aber die Antwort heißt wahrscheinlich AUF EIN NEUES. In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich für uns alle erfreuliches und erfolgreiches Jahr 2001.


Otti