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3
September 2002
Berliner
Bäder-Betriebe,...
oder die unendliche Geschichte von...
... Sitzungen,
Hallenschließungen und Verschieben von Trainingsflächen. Zu Beginn möchte
ich allen Vereinsmitgliedern für die entgegengebrachte Bereitschaft der
Flexibilität und das nahezu reibungslose Umsetzen der neuen Situationen
danken. Ich weiß sehr wohl, daß es nicht immer leicht ist die erstrittenen
Wasserflächen zu aller Zufriedenheit so zu verteilen, daß alle ihre
zeitlichen Rahmen und ihre Möglichkeiten wiederfinden. Noch erschwerend
kommt dann hin und wieder der Umgang der BBB mit den Vereinen hinzu. Hier
werden zur Verfügung gestellte Trainingsflächen kurzerhand für
BBB-Angebote beansprucht und den Vereinen gestrichen. Hierüber wurde z.T.
niemand informiert, die Überraschung erfolgte dann in der Halle. Ausbaden
mußten dieses, wie so oft in der letzten Zeit, die Trainer und die Aktiven
in der Halle.
Vielen Dank auch hier an Euch alle. In diesem Zusammenhang verweisen wir
darauf, daß grundsätzlich kein Zentimeter Wasserfläche gegenüber der BBB
freiwillig geräumt werden soll. Im Fall der direkten Konfrontation in der
Halle bewahrt uns dieses allerdings nicht davor eine kurzfristige Lösung
für den entsprechenden Trainingstag zu finden, es kann sich aber nur um
eine Einzelfallregelung handeln, da die Systematik der BBB hierin sonst
weiter verstärkt wird. In dringenden Fällen der geschilderten Art bitte
sofort mit Guido in Verbindung setzen, wir werden dann versuchen außerhalb
der Halle eine Regelung für Euch zu treffen.
Für uns bedeuteten die letzten Wochen Sitzungsmarathons. Nicht nur daß die
einzelnen Sitzungen für sich betrachtet alle wesentlich länger dauern als
dies früher der Fall war, nein es haben sich auch Häufigkeit und Größe der
Runden in letzter Zeit erheblich zum negativen verändert. Dies hängt zum
einen mit der Bezirksfusion in Mitte zusammen, als auch mit den zu
behandelnden Themen. Für den Schwimmsport dramatische Entwicklungen,wie
die Schließung des Stadtbades Wedding in der Gerichtstraße gehören ebenso
zu dem umfangreichen Diskussionsbedarf wie die als Ausweichmöglichkeit
angebotenen Wasserflächen in den anderen Hallen. Dies wird wohl allen an
den Dimensionen deutlich, wenn man nur grob einen Überblick über den
Verlust an Wasserflächen durch die Schließung des Stadtbades Wedding gibt.
Die Vereine haben hier Wasserflächen von Montag bis Freitag von ca.
15.00-22.00 Uhr im Rahmen von fünf Bahnen á 25 Metern Länge, sowie die
komplette kleine Halle des Bades verloren. Wenn man sich vorstellt diese
Flächen adäquat in anderen Hallen zu erhalten, dann kann man sich die
Hoffnungslosigkeit dieses Unterfangens vorstellen.
Einschränkungen sind also absehbar. Wir machen uns da auch selber nichts
vor. Es gibt hier und da Potential Gruppen zusammenzulegen und ein
effektivere Nutzung der Flächen herbeizuführen. Alles wird so aber nicht
abgefangen werden können, zumal die Zeiten ab 20.00 Uhr nur schwer für die
größten Mitgliederanteile, nämlich die Kinder und Jugendlichen, genutzt
werden können. Es werden Lösungen gefunden werden, die den meisten von uns
ein Fortführen des Schwimmens bei den Wasserratten ermöglichen werden.
Zweifelsfrei wollen wir nicht verheimlichen, daß die Situation in Mitte
natürlich nur einen Bezirk betrifft.
Die Situation in Reinickendorf sieht durch die bevorstehende Schließung
des Bades im Cité Foch auch nicht viel rosiger aus. Aber auch hier wird
nach Lösungen gesucht, woran die entsprechenden Verantwortlichen der
Wasserratten maßgeblich beteiligt sein werden. Eine Tendenz wird in den
Gesprächen und Verhandlungen im Rahmen der Hallensituation zunehmend von
Außenstehenden immer intensiver vertreten. Wie lange die kostenfreie
Nutzung von Sport- und Wasserflächen, die z.Zt. im Rahmen von gesetzlichen
Regelungen noch gewährleistet ist erhalten bleibt, ist ungewiß. Im Rahmen
des radikalen und nicht immer verständlich wirkenden Sparzwanges in diesem
unseren Land sind wohl auch schon Bestrebungen im Gange, die an den
bestehenden gesetzlichen Regelungen feilen, um möglicherweise einen Fall
herbeizuführen. Spätestens dann werden die für die Bereitstellung von
Wasserflächen zweifelsfrei sehr hohen Kosten dazu führen, daß die allseits
angemahnten recht geringen Beiträge in unserem und vielen anderen
Schwimmvereinen überdacht werden müssen. So weit ist es aber noch nicht,
aber man darf nach all dem, was in der letzten Zeit bereits geschehen ist
und auf einmal alles möglich war, nicht die Augen verschließen, auch wenn
es so manches Mal besser und vor allem weniger schmerzlich wäre.
Welche Wasserflächen den Vereinen und insbesondere den Berliner
Wasserratten nach den Sommerferien zur Verfügung stehen werden können wir
z. Zt. noch nicht abschließend sagen. Wir haben den gesamten Juni und
teile des Juli hindurch zahlreiche Sitzungen gehabt, die sich allesamt mit
diesem Thema beschäftigt haben und wo wir versuchten die besten Ergebnisse
für Euch zu erzielen. Die Einzelheiten können wir Euch jedoch noch nicht
präsentieren, da noch viele Unbekannte im Spiel sind. Da die wenigen
angebotenen Hallenzeiten im Bezirk Mitte von allen Vereinen zunächst als
völlig unzureichend abgelehnt wurden wird unter Forderung und hoffentlich
auch erfolgtem „Nachschlag“ am 20.08. neu und abschließend verhandelt, zur
Not auch die wenige zur Verfügung gestellte Fläche. Bereits am 19.08.
erfolgt das gleiche Spiel für den Bezirk Reinickendorf, da bis dahin
geklärt sein soll, ob das Bad im Cité Foch irgendwie gehalten werden
konnte. Die aktuellen Informationen könnt Ihr dann hoffentlich in der
darauf folgenden Woche erfragen. Gebt uns jedoch wenigsten ein wenig Zeit
für die neu zu verteilenden Flächen, wir versuchen so schnell wie möglich
ein Lösung zu finden.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Start. Ich hoffe Ihr
habt Euch alle gut erholt und habt genügend Kräfte gesammelt.
Bis dann.
Otti
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